Warum das heise Social Plugin genügend Datenschutz bietet

Kugelfisch » 20 September 2011 » in IT, Politik, Recht » 0 Comments

Zwei Wege ladenIch machs kurz und knapp:

Grundgedanke

  • Wer bei Facebook angemeldet ist weiß von den Bedenken bzgl. Datenschutz und hat kein Problem mit dem Button an sich - wer angeblich nichts davon weiß hat schlicht den Schuss nicht gehört.
  • Wer nicht bei Facebook ist hat (zurecht) das Recht, sich dem ganzen Trubel zu entziehen.

Schlussfolgerung

Beide Seiten haben eigentlich nur Probleme mit dem aktiven "über-den-Tag"-Tracking, das Facebook (und natürlich auch Google etc.) anhand der IP sehr einfach bewerkstelligen kann.

FB-User wollen den Button nur zum aktiven "thumben", Nicht-FB-User benötigen das Plugin schlicht überhaupt nicht.

Lösung

Zwei Klick FunktionDer Button wird nur auf Bedarf geladen.

Dieser Bedarf muss vom User mittels Mausklick "ausgesprochen" werden - erst nach einem Klick auf den ausgegrauten Bereich lädt das jeweilige Plugin.

Ist-Analyse

Welch Wunder: heise war scheinbar fähig genug, die gleichen Schlussfolgerungen anzustellen ;)

Zwei Klick InfoWer sich informieren will lässt die Maus einfach kurz über dem "i" schweben und ruft bei weiterem Interesse mit einem Klick noch den dahinterliegenden Artikel auf.

Zwei Klick CookieWer dem dauerhaften Tracking zustimmen will kann dies ebenfalls durch simples Haken-Setzen tun (das Plugin setzt dann glaube ich ein Cookie).

Fazit

Das veröffentlichte Social Plugin erfüllt also alle nötigen Anforderungen an die Wahrung der Privatsphäre des Users.

Sollten Websitenbetreiber also dieses Plugin (oder jegliche 2-Klick-Lösung) auf ihrer Seite realisieren steht dem Einsatz von like-Buttons meiner Meinung nach nichts im Wege.

Große Unternehmen sollten am besten gleich ein paar Groschen an heise überweisen, wahrscheinlich wird das aber (wie immer) nur ein Wunschtraum bleiben.

Achja, bevor ichs vergesse: Ich will hier in keinster Weise die Erstellung derartiger Profile befürworten - doch egal was FB und Co nach außen vorgeben werden, intern werden sie versuchen, soviel Informationen wie möglich zu verarbeiten und zu verknüpfen.

Die einzige Methode DAS effektiv zu verhindern wäre ein allgemeiner Social-Plugin-Proxy, der jegliche solche Anfragen anonymisiert. Ein Wunschtraum, der zudem nur das nächste Datenschutzproblem aufwerfen würde.

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